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Teilung und Wiedervereinigung der Herrschaft Wil

1300

Das Geschlecht der Wiler muss bald nach dem Jahr 1300 ausgestorben sein. Damit wurde die Herrschaft in viele Teile aufgeteilt.

Die eine Hälfte der Herrschaft wurde in viele Teile verstückelt und schlussendlich 1363 von einem der damals reichsten Berner, Konrad vom Holtz, zurückgekauft und an seinen gleichnamigen Sohn und danach an den Gemahl von dessen Tochter, Egon von Stein, weitervermacht.

Die andere Hälfte kam in den Besitz des Werner Senn und dessen Nachfolger. 1459 schliesslich erbte das Lehen von Wil Margaretha von Wyssenwegen, Aebtissin zu Rathausen bei Luzern. Nach deren Ableben wurde dieser Teil der Herrschaft Wil den beiden Linien des Hauses Erlach zugesprochen, worauf Rudolf von Erlach den andern Zweig um seine Rechte aufkaufte. Nach dessen Tod im Jahre 1507 fiel Wil an seinen jüngsten Sohn Burkhard von Erlach.

Burkhard von Erlach vereinigt die Herrschaft
Etwa 1508 kaufte Burkhard von Erlach von Sebastian von Stein die andere Hälfte der Herrschaft, womit nun die ganze Herrschaft wieder in einer Hand vereinigt war.

Da Burkhard von Erlach keine männlichen Nachkommen hinterliess, erbte seine Tochter, Barbara von Erlach, die Herrschaft Wil und verkaufte diese an ihren Vetter, Niklaus von Wattenwyl. Er liess das Schloss neu einrichten und hielt sich meist im Schloss auf. Als dieses abbrannte, liess er es im Jahre 1546 schöner und geräumiger aufbauen. Später übernahmen seine Söhne und deren Nachfahren die Herrschaft Wil. Die Herrschaft ging weiter über an seinen Tochtermann, Petermann von Diesbach; als dieser 1679 starb, vermachte er die Herrschaft seinem jüngsten Sohn Niklaus. Dieser starb jung und unverheiratet. Die Herrschaft ging über an seinen älteren Bruder, Albrecht von Diesbach, dessen Wappen und Inschrift mit der Jahrzahl 1695 den untern Gang des Amthauses in Schlosswil zieren. Er war sehr reich und starb kinderlos im Jahr 1717. Dessen Erben verkauften die Herrschaft an Junker Gabriel Frisching (siehe unter Gabriel Frisching).

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